Freitag, 24. Februar 2012
Bahamas Kreuzfahrt - Part I / Freeport
Auf zu unserer 4-tägigen Bahamas-Kreuzfahrt



Es geht los in Port Canaveral. Vorbei an den Abschussrampen für die Spaceshuttles hinaus aufs Meer.



Am ersten Tag steuern wir Freeport auf der Grand Bahamas Island an.





Wir wurden bereits auf dem Schiff darauf eingeschworen, dass wir nach Port Lucaya wollen würden, da wir dort die größten Schnäppchen unseres Lebens machen könnten. Wer schon einmal eine Türkeikaffeefahrt nach Pamukkale mitgemacht hat, kann sich vorstellen, was sich dahinter verbirgt.
Wir haben uns entschieden nach Downtown Freeport zu fahren.
Zunächst haben wir kein Taxi bekommen, da uns niemand nach Downtown bringen wollte. Hierzu ist zu sagen, dass direkt am Hafen Sammeltaxen bereitstehen, um die Touristenströme nach Port Lucaya zu bringen.
Die Fahrt nach Port Lucaya (12 miles) sollte laut Aushang 6,50 $ je Person kosten, die Fahrt nach Downtown (3 Miles) 4 $. Einer der Einweiser sagte uns, dass das Schild nicht mehr aktuell wäre und wir 25 $ für die Fahrt bezahlen mussten. Nachdem wir uns geweigert hatten kam ein anderer Einweiser und versuchte uns auszureden nach Downtown zu fahren, da es dort nichts Sehenswertes gäbe und wir nach 15 Min. wieder weg wollen würden. Stur, wie wir sind, wollten wir dennoch für 4 $ je Person nach Downtown. Der Einweiser sagte, wir sollten warten, er würde ein kleineres Taxi besorgen.
10 Min. später war tatsächlich ein Taxi da. Der Einweiser murmelte noch zum Fahrer, er habe es uns ausreden wollen, aber sei erfolglos geblieben.
In Downtown angekommen, wollte der Taxifahrer 25 $ von uns haben. Wir haben ihm gesagt, dass 16 $ also vier Dollar je Person vereinbart waren. Er erklärte uns daraufhin, dass 4 Dollar richtig sei, er aber sechs Plätze anbieten würde. Ungeachtet seiner Rechenschwäche haben wir ihm 17 $ gegeben und sind unserer Wege gegangen.



Wir haben uns erstmal an dem warmen Wetter



und den vielen bunten Häusern



erfreut. Die Bahamas waren bis 1973 britisch. man merkt den Unterschied zu den USA sehr deutlich. Nicht nur am Linksverkehr, sondern insbesondere an der sehr kühlen Freundlichkeit.
Wir haben viele sehr engagierte Frauen getroffen, die offensichtlich das Zepter fest in der Hand haben. Downtown war ein interessantes Erlebnis, mit vielen kleinen Geschäften, leckerem regionalen Essen und einem guten Einblick in das Leben der Menschen abseits vom Tourismus.

Manche Dinge erschienen uns ein wenig kompliziert, wie zum Beispiel das Postsystem.



Offensichtlich muss nicht der Postbeamte die Post sortieren, sondern der Absender. Vielleicht ja eine zukunftsweisende Idee für die Deutsche Post?
Andererseits scheinen die Bahamas abseits vom Massentourismus und von der Finanzbranche arm zu sein.



Manche Preise schienen uns für Einheimische unbezahlbar.
Unser Taxifahrer hatte uns erzählt, dass Downtown durch einen Hurrikan im Jahr 2004 zerstört worden ist und der Tourismus sich deshalb nach Port Lucaya verlagert hat. Die großen Firmen, insbesondere die Banken sind nach Nassau übergesiedelt, so dass die Grand Bahamas Island viel verloren hat.

Bei diesem herrlichen Sonnenuntergang haben wir Freeport dann verlassen und sind nach Nassau weitergefahren.



Soviel sei schon hier verraten: Es war wunderschön und mit Freeport und dem Kaffeefahrtcharakter nicht vergleichbar.

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