Dienstag, 6. März 2012
Vom vielen Ausruhen gelangweilt...
raffte sich ein Teil von uns auf, ein wenig Kultur zu schnuppern. Wir haben heute (04.03.) in Fort Myers die historischen (1885-1931) Winterresidenzen von Thomas Alva Edison und Henry Ford besucht.

Edison ist der mit der Glühbirne



Ford der mit den Autos



Die beiden waren eng befreundet



und haben sich stark in ihren jeweiligen geschäftlichen Vorhaben unterstützt. Die Freundschaft war so eng, dass Ford nach dem Tod von Edison 1931 seine Residenz nie wieder besucht hat.

Die Finanzkraft der beiden Familien kann man heute noch anhand der Größe der Häuser



und der geschmackvollen originalen Einrichtungsgegenstände bewundern:



Natürlich durfte auf der großen Veranda weder der Schaukelstuhl



noch das Korbmobiliar für den Nachmittagstee fehlen.



Edison hat angeblich den ersten privaten Pool in Florida gebaut.



Sowohl der Pool als auch alle Häuser der Anlage wurden nach Entwürfen von Edison gebaut. Das Holz für die Häuser wurde in Maine vorgeschnitten, somit waren diese die ersten transportablen Fertighäuser.

Die Holzteile sollten über den hauseigenen Pier am Caloosahatchee-River angeliefert werden.



Der Fluss ist zu flach, so dass am Pier nur noch große Parties gefeiert wurden.



Die gesamte Flußseite des Grundstücks wurde mit einem Damm befestigt.



Dieser Damm diente als Prototyp für die gesamte Flußmauer.

Das riesige Grundstück ist übersät mit unglaublich vielen unterschiedlichen Pflanzen. Hier ein kleiner Ausschnitt:









Insbesondere viele Obstsorten:

Bananen



Mango



Sternfrucht



Außerdem ein Geschenk von Firestone (der mit den Reifen) an Edison 1925. Eine Banyan-Feige, aufgrund der Luftwurzeln mit einem halben Hektar Durchmesser



Angeblich der zweitgrößte Baum seiner Art in der Welt.

Edison, Ford und Firestone arbeiteten daran, eine inländische Quelle natürlichen Gummis zu finden. Das war der Grund für die vielen Pflanzen, deren Sekrete in den Labors auf Tauglichkeit untersucht wurden





Genug Kultur. Am 05.03. sind wir nach Sanibel Island zum Strand gefahren.



Um nach Sanibel Island zu kommen, muss man über die Maut-Brücke fahren,



die Grund dafür ist, dass Sanibel Island eine der teuersten Gegenden Amerikas ist. Aufgrund der Brücke, die gegen den Willen der Bewohner gebaut wurde, haben diese ein Gesetz erlassen, dass kein Haus höher als die Palmen sein darf.



Damit waren Hotelburgen außen vor. Stattdessen findet man dort solche schmucken Villen:



Sanibel Island scheint der einzige Ort in den USA, in dem Fußgänger und Radfahrer Vorrang vor Autos haben. Und nicht nur die, sondern auch Schildkröten werden besonders beachtet:



Das einzige hohe Gebäude ist der Leuchtturm von 1884.



Von diesem aus kommt man über einen Boardwalk durchs Dickicht



zum wundervollen Muschelstrand



Der ist so schön, dass Steffi vorsichtig angefragt hat, ob wir nicht noch 10 Wochen länger bleiben wollen.



Da uns leider die Geldmittel dafür fehlen, bitten wir um Schecksendungen postlagernd an unsere New Yorker Adresse.
Vorläufig haben wir uns den Naturschützern in Sanibel Island angeschlossen und diese arme kleine blue crab



vor dem Austrocknen geschützt und trotz ihrer heftigen Gegenwehr ins Meer gerettet.

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