Dienstag, 14. Februar 2012
Savannah
Heute (13.02.) hatten wir Zeit, uns Savannah einmal näher anzuschauen. Die Außenbezirke gleichen den typischen amerikanischen Städten mit vielen ewig großen commercial areas, das Zentrum ist aber doch sehr besonders. Abwechselnd fühlt man sich wie in London oder den Albert-Docks in Liverpool.
Insbesondere die Häuser in der Riverstreet erinnern ein wenig an Liverpool:



Bei einer Rundfahrt auf dem Savannah River mit einem alten Raddampfer kann man ein wenig dem Flair des alten Südens nachspüren.



Die alte Baumwollbörse ist ein Zeichen für den schon frühen Reichtum der Stadt im 19. Jahrhundert, als Savannah der größte Baumwollhafen der USA war:



Savannah hat auch heute noch einen der größten Überseehäfen in den USA. Vielleicht hat es die Occupy-Bewegung auch deshalb hier schwer Mitstreiter zu finden:



Vielleicht liegt das ja aber auch daran, dass die Polizei früher



und heute



für Ordnung sorgt, so dass unerlaubtes Campieren strikt unterbunden wird.

Ansonsten sieht man an den nachfolgenden Bildern, dass Savannah eine sehr ansehnliche Stadt ist, in der man viele Antebellum-Häuser (vor dem Bürgerkrieg gebaut und dank einiger energischer Societydamen noch erhalten) sehen kann und viele schöne Plätze und Straßenzüge findet.

























Links in Themen findet sich ein kurzer Beitrag zum Valentinesday und ein Lidia-Update.

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Montag, 13. Februar 2012
Unser erster richtiger Urlaubstag
Am Sonntag (12. Feb. 2012) hatten wir unseren ersten richtigen Urlaubstag. Physisch und mental angekommen. Halbwegs ausgeschlafen und den Jetlag leidlich überwunden, konnten wir einen ganzen Tag planen.
Wir haben uns entschieden nach Tybee Island zu fahren, das ist an der Atlantikküste bei Savannah und danach zu einem Gospelkonzert im Rahmen des Black Heritage Festivals zu gehen.

Auf dem Weg nach Tybee Island hat uns unser Dodge mitgeteilt, dass ein Reifen zu wenig Druck hat. Eigentlich ist das keine Nachricht wert, doch als Tankstellenservice verwöhnter Mitteleuropäer muss man feststellen, dass die Information vom Reifendruck durchaus ein mittleres Problem darstellen kann.
Also auf die Suche nach einer Tankstelle. Die erste, die wir gefunden haben hatte eine Pressure-Machine. Kosten 1 $ in "exact change". Auf zur nächsten. Die hatte überhaupt keine Luftdruckgeräte, war dafür aber ein umso entspannenderes Naherholungsziel:



Wir sind halt noch nicht in New York. Hier läuft das Leben noch sehr entspannt und laaaangsam.

Bei der dritten Tankstelle hatten wir dann Glück. Wir haben kostenlose Druckluft gefunden. Wir haben dann auch die Vorgaben für den optimalen Reifendruck in der Innenseite der Fahrertür finden können und dann hatten wir den Schlauch in der Hand:



Auf diesem war weder ein Hebel um die Luft einzulassen, noch ein Messgerät, das den Luftdruck anzeigen würde. Ralf hat einen älteren Amerikaner gefragt, der gerade seinen Reifen mit Luft befüllt hatte, wie man denn mit dem Gerät den Luftdruck bestimmt. Der alte Mann murmelete ziemlich unverständlich etwas von einem Manometer, zeigte ihm irgendwas Metallisches in seiner fest verschlossenen Hand, sprang in sein Auto und raste davon. Vielleicht hätte Ralf seine Haare doch nicht selber schneiden sollen und zum Friseur gehen...
Die Benzinpreise in den USA sind übrigens noch immer einiges günstiger als in Deutschland:



Mit frischer Luft im Reifen konnten wir uns dann endlich auf den Weg nach Tybee Island machen:









Tybee Island erinnert ein wenig an eine Mischung aus Key West und Coney Island:





Als erstes haben wir hier einen Nature Trail gefunden, der ein wenig an die ursprüngliche Vegetation erinnern soll:





Lidia hat es sehr gut gefallen. So viele neue Eindrücke. Einige Bilder davon kann man in dem Beitrag "Lidia" sehen. Links Themen anklicken und dann Lidia.

Auch die die im Auto hinten sitzen mussten



konnten endlich vom Strand träumen:



Wir haben die Atlantikküste erreicht. Blauer Himmel, Sonnenschein und Zeit zum Träumen von Freiheit und Glück:









Nachdem wir dann uns in einem tollen Restaurant mit unglaublichen Geschmackserlebnissen uns gestärkt haben, sind wir nach Savannah zum Gospelkonzert - eigentlich war es ein Gospelgottesdienst - gefahren. Leider sind die Videodateien so groß, dass wir sie hier nicht hochladen können.

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Sonntag, 12. Februar 2012
Kurzer Rückblick...
Was bisher geschah:

Am Freitag sind wir früh mit der Bahn von Leipzig Hbf zum Flughafen gefahren.



Eigentlich falsch. Wir sind schon am Donnerstag Nachmittag das erste Mal zum Flughafen gefahren, weil wir das Gepäck 24 h vorher einchecken und eine Babywanne für den Atlantikflug sichern wollten (Bei der Reisebuchung und Online wurde uns mitgeteilt, dass eine Wanne nur vor Ort buchbar sei). Am Flughafen mussten wir dann erfahren, dass wir weder einchecken können, noch eine Babywanne reservieren können. Die Frau am Counter erzählte uns was von "wir haben hier nur die abgespeckte Version des Buchungssystems", "Babywannen werden nach Priorität vergeben" ... usw.
Am Freitag beim Einchecken fragte uns die Frau am Counter, ob wir die denn Babywanne vorbestellt hätten. Nachdem wir ihr erklärt hatten, dass wir bereits im Oktober gebucht haben und seitdem versuchen, diese zu bekommen, sagte sie, dass wir einen Tag früher hätten kommen müssen, um die Wanne zu reservieren. Auf unsere Erklärung, dass wir ja bereits einen Tag früher da waren, sagte sie, dass die Kollegin vom Donnerstag sich offensichtlich geirrt hätte. Die Babywanne wurde dann für Paris von ihr vorgemerkt.

Der Regionaljet nach Paris wirkte eher wie ein kleiner Privatflieger. Hat uns aber schnell und sicher nach CDG (Paris Charles-de-Gaulle) gebracht. Schade, dass Air France die Verbindung Leipzig-Paris einstellt.

CDG ist ein riesiger Flughafen. In der Minute starten in etwa dreimal so viele Flieger wie in Leipzig in einer Woche.



Hier konnten wir erstmal etwas zu essen organisieren. Lidia hat sich ein Babybaguette ausgesucht.



Gut gestärkt konnten wir das Thema Babywanne in Angriff nehmen. Am Infoschalter erklärte uns eine Dame freundlich aber bestimmt, dass der Flug von DeltaAir durchgeführt würde und sie uns nicht helfen könne. Wir sollten uns an Delta wenden. OK, Suche nach jemanden von Delta. Eine Mitarbeiterin des Flughafens sagte, wir müssten den Transferbereich verlassen und uns an einem Schalter melden. Nachdem wir keinen Ausgang finden konnten, haben wir uns entschieden einfach an einen beliebigen Boardingcounter von Delta zu gehen. Dort erwartete uns schon eine Mitarbeiterin: "Ah, Sie sind die mit der Babywanne". Der zweite Satz war dann leider schon nicht mehr so erfolgversprechend: "Wir haben leider nur eine Wanne an Bord und die ist vergeben." Ihre Kollegin ergänzte mit Blick auf Lidia, dass die Babywanne ohnehin zu klein sei. Alle Versuche seit Oktober, eine Schlafmöglichkeit für Lidia in einer Babywanne zu organisieren, waren also ohnehin völlig unnötig. Wenigstens wissen wir jetzt, dass wir für den Rückflug keinerlei Mühe dafür mehr aufwenden müssen.

Der Flug war super entspannt. Und als wir die ersten Lichter von amerikanischen Städten sehen konnten, war Steffi sich sicher, Manhatten gesehen zu haben:



hat Lidia den besten aller Schlafplätze ausfindig gemacht: Mandy.



Schon im Flugzeug konnten Roland und Steffi dann den tollen amerikanischen Service kennen lernen. Die Stewardessen waren unglaublich freundlich, sehr zuvorkommend und - erwartbar - sofort in Lidia verliebt. Lidia hat ihr erstes Flugzeugessen genossen. Soviel Zucker, wie in den amerikanischen Babyspeisen zu sein scheint, hat sie in den 10 Monaten zuvor nicht bekommen.

In Atlanta hat Lidia dann das gemacht, was wir alle kaum erwarten konnten, nämlich sich auf dem Hotelbett lang gemacht:



Am nächsten Morgen, nach einem leckeren Frühstück sind wir dann mit unserem Dodge Grand Caravan Richtung Savannah aufgebrochen.



Der Grand Caravan ist übrigens der rote Wagen rechts. Der Haufen Schrott links daneben ist ein wunderschöner Cadillac, der seine besten Jahre leider schon hinter sich hat.
Im Wal-Mart haben wir dann noch das vorbestellte Babybett, den Kindersitz und die Telefone abgeholt und uns ein Navi gekauft. Nachdem wir nach nur 2 h perfekter technischer Arbeit (Kloit ze di penussen) den Kindersitz mit myriaden von Gurten im Auto installiert hatten... ging es nach Savannah los.
Eine kurzweilige Fahrt mit einem fantastischen Radioprogramm - Roland und Steffi kennen wirklich alle Songs der 60er - und nach einer Rast in einem tollen amerikanischen BBQ-Restaurant



sind wir an unserer ersten Urlaubsstation angekommen. Ein schönes Hotel in Savannah. Jetzt geht der Urlaub richtig los.

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Samstag, 11. Februar 2012
Da....
Es ist gerade 4 Uhr Ortszeit, 10 Uhr Ortszeit in Deutschland. Mandy und Lidia schlafen neben mir in unserem ersten Hotelbett in Atlanta. Alles hat ganz gut geklappt. Es wird noch einen Extra-Beitrag zu unseren Erfahrungen zum Thema Flugbuchung mit Baby geben.
Ansonsten sind wir sehr glücklich aber ziemlich geschafft in unserem Hotel angekommen und starten wenn alle wach sind mit einem leckeren Frühstück in unseren Rundreise-"Wahnsinn".

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Donnerstag, 9. Februar 2012
Noch einen Tag...
Heute haben wir die letzten Vorbereitungen für unsere Reise getroffen. Leider konnten wir am Flughafen Leipzig nicht vorab einchecken. Wir können nur hoffen, dass wir in Paris einen Platz mit Babyschale für Lidia bekommen werden. Weder vorab, noch in Leipzig am Schalter kann man hierfür reservieren.
Wir hoffen, dass die Warnstreiks in Frankreich wegen der geplanten Änderung des Streikrechts keine Auswirkung auf unseren Flug haben werden. Und hoffentlich machen die türkischstämmigen Franzosen nicht noch ihren eigenen kleinen Streik wegen des Armeniergesetzes.
Wir fliegen um 10.50 Uhr in Leipzig los und werden nach Zwischenstopp von Paris Charles-de-Gaulle um 16.30 Uhr nach Atlanta aufbrechen. Dort landen wir 20.20 Uhr Ortszeit.
Frühling wir kommen....

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