Donnerstag, 29. März 2012
Then we´re walking in Memphis...
Weiter ging die Reise am 23.03. nach Tennessee



genauer nach Memphis, Tennessee



Schon der erste Blick hat Großstadtfeeling in uns geweckt



Natürlich ist Memphis insbesondere bekannt als die Stadt von Elvis Presley und die meisten denken sofort an



Auch wir haben einen Tag für Graceland reserviert. Unter Themen links oben findet ihr einen eigenen Beitrag dazu. Liebe Grüße an Mirko an dieser Stelle ;-)

"...Walking with our feet ten feet off of Beale..."

Auf der berühmten Bluesmeile



tobte das Leben.



Dort gibt es Livemusik



Straßenkünstler



und jede Menge Gelegenheit, die unterschiedlichsten Menschen zu sehen







Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, dem National Civil Rights Museum haben wir einige Blicke auf Downtown Memphis eingefangen







Martin Luther King Jr. wurde am 4. April 1968 im Lorraine Hotel in Memphis erschossen





Heute ist das ehemalige Hotel ein Museum, das sich mit der Geschichte der schwarzen Bürgerrechtsbewegung befasst.
Einen Teil nimmt der - eher subtilere - frühere und aktuelle Alltagsrassismus ein



und die offensichtlichen praktischen Auswirkungen hieraus noch bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts



Gerade aktuell wird die Frage von Alltagsrassismus wieder heiß diskutiert am Fall eines getöteten schwarzen Jungen in Florida.

Veränderung braucht mutige Menschen, die scheinbar "normale" Regeln oder Verhaltensweisen hinterfragt und nicht mehr als gegeben hinnehmen, wie Rosa Parks, die in Montgomery, Alabama ihren Sitzplatz in einem Bus nicht einem weißen Fahrgast überlassen hat.





Letztlich mussten wir feststellen, dass wir für Memphis viel zu wenig Zeit eingeplant hatten und konnten uns nur noch endgültig vom Mississippi - bis zum nächsten Mal - verabschieden



"...But do I really feel the way I feel..."

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Samstag, 24. März 2012
Diamonds are a girls best friend...
Am 18.03. sind wir nach Hot Springs, Arkansas, dem Geburtsort von



gefahren. Höhepunkt dieses Abstechers sollte die erfolgreiche Suche nach Diamanten im nahegelegenen



sein. Der notwendige Ernst erschließt sich schon aus unserer professionellen Vorbereitung und der Tatsache, dass wir trotz unwetterartiger Regenfälle nicht von unserem Vorhaben abzubringen waren:



Man geht hinaus auf ein matschiges Feld



entweder mit Gummistiefeln oder barfüßig



und beginnt irgendwo zu buddeln



Dann wäscht man den Schlamm auf Sieben aus



und inspiziert seinen Fund,



um festzustellen, dass man nichts gefunden hat, außer



Mineralien, die auch in Mitteldeutschland vorkommen.

Warum der Besuch im Diamantenkrater - also buddeln im Dreck - der Höhepunkt war, lässt sich leicht zusammenfassen:

Hot Springs lebt von seinem alten Glanz als "Heilbad" aufgrund der heißen Quellen



Man hatte Badehäuser errichtet,





die in den 50er Jahren für wohlhabende Amerikaner ein absolutes "Must see" waren. Diese Tage sind aber längst Vergangenheit. Das Wasser ist lediglich 62 Grad warm, enthält keine Mineralien, selbst der berühmte Wasserkonzern aus Hot Springs



führt Mineralien zu. Da jedes drittklassige Quality Inn heute über einen Pool verfügt, ist Hot Springs kein Besuchermagnet mehr und die Realität sieht eher so aus:

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Donnerstag, 22. März 2012
Die nächste Station
Am 16. März sind wir dann von Natchez nach Vickburg gefahren. Wir hatten zunächst überlegt die Überschrift: "Mit Bigbird nach Vicksburg" zu wählen,



haben uns dann aber aufgrund der unbedingten Seriosität dieses Blogs dagegen entschieden.

Auf dem Weg nach Vicksburg haben wir eine Plantation, die Rosswood Plantation, besucht.



Diese schöne Anlage



gehörte einem Baumwollproduzenten, der offensichtlich ein gutes Verhältnis zu seinen Sklaven hatte und einige von diesen - wie Originalbriefe aus Afrika zeigen - bereits vor dem Bürgerkrieg in die Freiheit entlassen hat.

Der heutige Eigentümer, WW-II-Veteran Walt hat uns durch dieses Universalmuseum geführt.



Er hat uns die Unterkünfte der Familie und die Unterkünfte der Sklaven gezeigt,



von denen einige im Keller des Hauses gelebt haben.

Viele Originalstücke aus dem frühen 19. Jahrhundert hat Walt während der Renovierungsarbeiten gefunden und zeigt sie gerne seinen Gästen:



Heute ist die Plantation eine romantische Bed and Breakfast Unterkunft



Unsere Tour ging weiter nach Grand Gulf, laut Reiseführer einem verschlafenem Fischerdorf mit überwachsenen Überresten weit vergangener Tage.
Gefunden haben wir allerdings ersteinmal nur Kudzu,



eine chinesische Efeu-Art, die importiert worden ist, um die Erosionen zu stoppen.
Und wir haben überwachsene Überreste aus noch nicht so weiter Vergangenheit gefunden:



Tatsächlich gab es auch einige Häuser zu sehen, aber besonders beeindruckend war dies nicht.



Überrascht waren wir von der Bauart der Trailersiedlungen in dem Ort



Wir haben herausgefunden, dass der Mississippi, der so friedlich dahinfließt





durchaus gefährliche Höhen erreichen kann



Dann hatten wir endlich Vicksburg erreicht.



Mandy hat hier eine wirklich besondere Unterkunft in einem alten Mansion gefunden.





Lidia hat sich sofort mit "Elsie", der Haushündin angefreundet.



Das Haus wurde im 18. Jahrhundert von einem deutsch-stämmigen Unternehmer als Hochzeitsgeschenk für seine Tochter gebaut. Es hat mithin eine lange Geschichte,



die uns die heutige Eigentümerin in allen Facetten erzählt hat.
Wir konnten direkt von der Terrasse aus den schönen Sonnenuntergang genießen,



absoluter Höhepunkt aber war das Frühstück



Die Stadt selber war eher langweilig. Aus unserer Sicht eine sterbende Stadt,









die nur noch von den Casinos und ihrer großen Vergangenheit lebt.

Die große Vergangenheit wir in einem immens großen Park dargestellt:



Vicksburg am Mississippi war für General Grant das wichtigste Kriegsziel. Würde man Vicksburg einnehmen, ist der Süden in zwei Teile gespalten und man würde die Kontrolle über den Mississippi, die Lebensader des Südens erlangen. Über den Fluss hatten die Konförderierten ihren Nachschub und ihre Handelswaren transportiert. Deswegen wurde Vicksburg sechs Wochen belagert und ist dann gefallen.
Die gesamten Belagerungs- und Verteidigungsanlagen nebst aller möglicher Militärtaktiken während der Belagerung sind in dem 16 Miles langen Park mit blauen und roten Schildern nachgestellt.





Auf diese Art und Weise ist man mittendrin und kann sich vorstellen, wie nah sich die Truppen standen und wie erbittert gekämpft worden ist.
Anhand der ausgestellten Waffen war schnell ersichtlich, dass der Süden eigentlich nie eine Chance hatte, diesen Krieg zu gewinnen. Der Norden war hoffnungslos an Material überlegen:





Daraus wird erklärlich, dass an jeder Stelle, in der der Süden einmal eine Schlacht gewonnen oder einen Angriff abgewehrt hat, dieses als grandioser Triumph gefeiert und dargestellt wird.
Jede Einheit hat hier ihr eigenes Memorial



Dennoch wird auch gut deutlich gemacht, dass Krieg immer nur eines bedeutet:



Viele Menschen lassen ihr Leben und enden vorzeitig hier:



Eine kleine Anekdote am Rande:

In Vicksburg sieht man Männer von gestern



und Männer von heute



Den Wandel haben die Einwohner verstanden und ihre Toilettenschilder entsprechend angepasst:

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Dienstag, 20. März 2012
Nachdem Alex...
uns am 14.03. wieder gen Heimat verlassen hat, hat er eine echte Südstaatenschönheit verpasst:



Naja, nicht diese hier, sondern Natchez, Mississippi. Aber von Beginn an.
Anfangs war alles ähnlich, wie in vielen Städten hier im Süden der USA.

Antebellumhäuser









Heruntergekommene Stadtteile





Eine hübsche Downtown





Dicke Menschen



Durchtrainierte Menschen



John Deere



Kirchen



und Indianerstätten



Das wahre Juwel von Natchez ist allerdings der
Ol´ Man River









Wir haben wirklich Stunden am Mississippi zugebracht und waren zu jeder Tageszeit von der Schönheit aber auch der gewaltigen Größe begeistert.



Wir können die Liebe von Mark Twain und anderen für diesen Fluß jetzt noch besser nachvollziehen.

Direkt am Mississippi ist der historische Friedhof von Natchez. Auf diesem Friedhof ist uns der folgende Grabstein aufgefallen:



William G. Benbrook war Soldat im amerikanischen Bürgerkrieg. Gestorben ist er 1922. Unsere Großeltern sind in dieser Zeit geboren. Das was eigentlich so weit vergangen erscheint, ist plötzlich doch sehr nah. Es hat uns geholfen zu verstehen, warum die Bedeutung des Bürgerkriegs für die Menschen hier im Süden noch immer so präsent ist.

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Samstag, 17. März 2012
the BIG easy
An einem verregneten 12.03. hat sich New Orleans uns mit seiner Skyline präsentiert



Gleich am Ortseingang sind wir auf das wichtigste Lebenselexier der Stadt hingewiesen worden.



Wir hatten ein Hotel nahe des Zentrums und konnten



zu Fuß oder mit dem Streetcar (wenn wir einen Platz bekommen haben)



erreichen.

Natürlich sind wir zuerst in das French Quarter gegangen. Hier einige Eindrücke:









Hier sind nicht nur die Häuser bunt,



sondern auch die Menschen:









Bereits tagsüber prägt die Musik das Bild auf der Straße:









Aber so richtig zum Leben erwacht



erst nachts.









Doch auch hier gibt es klare Regeln,



die wahrscheinlich nur beim Karnevalsfest, dem mardi gras, außer Kraft gesetzt sind.





New Orleans hat allerdings mehr zu bieten, als nur das French Quarter. So z.B. das Mississippi-Ufer



oder den Louis-Armstrong-Park



Auch andere Stadtteile sind sehenswert:





Wir waren - nicht nur weil es uns an New York erinnerte - begeistert einen



hier zu finden. Wer sich näher darüber informieren will, warum die USA so mit Übergewicht zu kämpfen haben, dem sei diese Lektüre empfohlen:



Die Zutaten für die Gerichte wird man in einem Whole-Foods-Market kaum finden.

New Orleans ist auch eine sehr politische Stadt und just auf dem Parkplatz des näher erwähnten Supermarkts haben wir unseren ersten



Aufkleber gefunden. Wobei er hier nicht nur Anhänger hat:



Sei´s drum, die wichtigen Regeln werden ohnehin nicht in Washington gemacht, sondern direkt vor Ort.

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